Beiträge von Joerg Sprave

    Einfach mal in die Nähe der Heizung stellen - wenn die Waffe 10 Grad kälter ist, dann macht das schon locker 10 bis 15 bar aus. Wenn sich die Luft erwärmt steigt dann der Druck automatisch.

    Wenn Du WIRKLICH wissen willst, ob die Waffe insgesamt Druck verliert mit der Zeit: Befülle sie mit 300 bar. Dann lass sie über Nacht auskühlen und hänge sie erneut an den Kompressor. Du wirst feststellen: Sie hat "nur noch" ca. 280 bar - weil die durchs Komprimieren heiße Luft nun wieder kalt ist.


    Dann lass die Waffe stehen, so lange Du willst. Mindestens ein Woche. Wieder an den Kompressor und Du siehst ob was fehlt.

    Kleiner Tipp: Bei 7,5 J Waffen kann es bei längerer Lagerung Sinn machen, den Hammer ein Stück weit zurück zu ziehen, damit er nicht auf dem Ventil aufliegt. Also nicht ganz durchspannen, nur ein kleines Stück - einfach ein Hölzchen oder so seitlich in die halbmondförmige Hammerührung stecken.

    Ich teste derzeit neue PCP-Kompressoren, die für die neue Generation der Waffen mit Kartuschendrücken von bis zu 480 bar geeignet sind.

    Der AEA ist ja schon länger verfügbar, ist gerade noch bezahlbar - aber auch langsam (ca. 10 L/Minute) und recht laut wegen des Lüfters. Deshalb fülle ich immer erst bis 350 bar mit meinem Billig-YongHeng (das Ding mit dem Wassereimer und der Aquarium-Pumpe), noch lauter aber mit 50 L/Minute wesentlich schneller.

    GX Pump hat jetzt viele Modelle auf 496 bar erweitert und ich wollte mal ein solches Gerät testen. Gestern eingetroffen ist der GX-E-4, ein Doppelzylinder-Gerät mit 36 L/Minute und 65-70 dB Lautstärke. Zimmergeeignet, gerade noch.

    Bis jetzt macht das Gerät einen hervorragenden Eindruck. Eine komplett leere Zeus Mk2 (zwei Tanks hinten, einer vorn) befüllt das Gerät binnen 11,5 Minuten auf 480 bar. Eine Huben K1 von 200 bar auf 350 bar (nach 36 Schuss mit 100 Joule) benötigt etwa 140 Sekunden. 26 Joule Geschossenergie pro Sekunde Pumpleistung, nicht übel. Der Yong Heng ist allerdings mit 105 Sekunden immer noch fixer. Mit Zimmerlautstärke ist aber nicht zu rechnen und streng genommen sind 350 bar schon 50 bar "over Specs". Von der Menge an Wasser und Öl in der Luft wollen wir gar nicht reden - der GX E-4 hat einen Wasserabscheider integriert.

    Der E-4 wird nicht billig (eher so um die 2000 €) - aber bedenkt: Es sind eigentlich ZWEI Kompressoren in einem Gehäuse. Zudem ist die Verarbeitung und die Qualität der Bedienelemente sowie das spektakuläre Manometer wirklich hervorragend.

    GX arbeitet auch an einem "Einsteigermodell" für 496 bar - 18 L/Minute und Zielpreis unter 700 €. Es bleibt spannend.

    Bei den Tests musste ich wieder einmal feststellen, was für eine oberhammerharte Waffe so eine offene K1 ist... für den Test musste ich natürlich 72 Schüsse abgeben, auf meinen mit 6mm Stahlplatte verstärkten Kugelfang. Trotzdem ich DREI Scheiben hintereinandergelegt habe - nach 19 Schuss ist die Scheibe nur noch ein bleiverschmierter Fetzenhaufen. Wahnsinn.

    https://www.gx-pump.com/electrical-compressor/gx-e-4.html

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    Die MP30 Waffen kommen per Flugzeug. Leider besteht aufgrund der Schließung der Straße von Hormus derzeit eine erhöhte Nachfrage nach Luftfracht-Kapazitäten, weshalb die ersten 500 Waffen leider erst am 21.3. "starten" werden (Ankunft Düsseldorf am 23.3.). Dann kommt noch der Zoll und der Transport von D'dorf nach Essen (nicht sehr weit).

    Die internationalen Logistikrouten sind heute so fein austariert, dass JEDE Störung Verspätungen überall auf der Welt auslöst.

    Die Straße von Hormus ist nur für Schiffe relevant, die durch den persischen Golf müssen. Schiffe aus China durchqueren den Suez-Kanal viel weiter westlich.

    Könnte man vielleicht schon machen, mit Entlastungsbohrung oder so. Aber ich halte die kurze Version für zukunftsträchtiger und werde keine weitere lange Version mehr einreichen.

    PTB meine ich natürlich.


    So ein „Loch“ gibt es auch in der GK1 in .22, weil die keinen Regulator hat. Kann durch eine Exportschraube verschlossen werden.


    Bei Kaliber 30 wird es schwierig, den Repetiermechanismus zu betreiben und trotzdem unter 7,5 J zu bleiben. Geht man mit dem Druck weit genug runter klappt es nicht mehr mit dem Repetieren.

    Bitte bedenkt den Zeitrahmen. Die Sonic haben wir nun hier als zulassungsfähiges Muster, nach vielen Monaten Tests und Nachbesserungen. Sie geht jetzt zum BKA, was bedeutet: 2 bis 5 Monate Wartezeit mit ungewissem Ausgang. Dann zwei Monate Produktion und 10 Wochen Transport/Zoll. Bei der Huben haben wir noch nicht einmal EIN Muster. Das wäre ein Produkt für 2027, und zwar NICHT im Januar.