Alternative zur Pressluft...?

  • Platz 1) Wasserstoff (leider hochexplosiv innerhalb einer sauerstoffhaltigen Atmosphäre ) 1281 m/s

    Zündet aber in Luft nur, wenn ein Zündfunke oder eine Temperatur von 560° vorhanden ist. Z. B. beim SixNeedler könnte ich mir vorstellen, dass kein Zündfunke entsteht. Wasserstoff ist auch deutlich billiger als Helium.

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  • Wofür macht man sich solche Gedanken, wenn man Pressluft ganz einfach selbst Zuhause befüllen kann

    Weil die Eingangsfrage war:


    "Wäre Stickstoff eine Möglichkeit, um PCP Waffen zu befüllen..?"


    Was wohl darauf beruht, dass derjenige wohl günstig an Stickstofflaschen herankommt.


    Und weil unterschiedliche Gase unterschiedliche Schallgeschwindigkeiten aufweisen, damit könnte sehr leicht die Projektilgeschwindigkeit gesteigert werden. Was jedoch in der Praxis nur funktioniert, wenn man das nötige Kleingeld für Helium besitzt. Stickstoff bringt keine Leistungssteigerung, die Luft besteht eh' zum größten Teil aus Stickstoff.

  • Zündet aber in Luft nur, wenn ein Zündfunke oder eine Temperatur von 560° vorhanden ist. Z. B. beim SixNeedler könnte ich mir vorstellen, dass kein Zündfunke entsteht.

    Es soll ja auch kein Zündfunke entstehen. Oder willst Du Deine Hand im Umkreis von 30m verteilen?! Trotzdem zu gefährlich und unpraktikabel, weil Wasserstoffatome viel zu klein sind um von Dichtringen aufgehalten zu werden. Das trifft aber ebenso auf Helium zu.

  • Es soll ja auch kein Zündfunke entstehen. Oder willst Du Deine Hand im Umkreis von 30m verteilen?!

    Das ist klar. Aber bei bestimmen Waffen, oder so einem Geschoss wie beim SixNeddler würde kein Zündfunke entstehen.
    Die Dichtungen müssten schon andere sein. Ob man das machen kann weiß ich nicht, aber technisch ist viel möglich.

  • Das ist klar. Aber bei bestimmen Waffen, oder so einem Geschoss wie beim SixNeddler würde kein Zündfunke entstehen.

    Das sagte man bei der Hindenburg auch. Ich will's nicht ausprobieren. Habe 1986 in einer Liveübertragung mitbekommen (Challenger), was passiert wenn doch irgendwo ein Funke herkommt.

  • Das sagte man bei der Hindenburg auch. Ich will's nicht ausprobieren. Habe 1986 in einer Liveübertragung mitbekommen (Challenger), was passiert wenn doch irgendwo ein Funke herkommt.

    Es müsste natürlich schon sicher sein, dass kein Funke entsteht. Ohne ausgiebige Testung ginge das nicht. Aber die Vorteile von Wasserstoff bzgl. der Schallgeschwindigkeit sind gegenüber Luft schon sehr beeindruckend. Und für die Wasserstoffzukunft wurden für verschiedenste Anwendungssystem, auch im Automobilbau, schon Dichtungen entwickelt. Es wird immer Weiterentwicklungen geben, es tut sich ja viel bei Druckluftwaffen.

  • Es müsste natürlich schon sicher sein, dass kein Funke entsteht. Ohne ausgiebige Testung ginge das nicht. Aber die Vorteile von Wasserstoff bzgl. der Schallgeschwindigkeit sind gegenüber Luft schon sehr beeindruckend. Und für die Wasserstoffzukunft wurden für verschiedenste Anwendungssystem, auch im Automobilbau, schon Dichtungen entwickelt. Es wird immer Weiterentwicklungen geben, es tut sich ja viel bei Druckluftwaffen.

    So oder so bliebe die Herausforderung bestehen, an Wasserstoff ranzukommen, der unter 300bar Druck steht. Flüssig ist eher keine Lösung. das erzeugt bei Erwärmung auf Zimmertemperatur einen Druck, dem keine tragbare Kartusche standhalten kann. Das muß durch Überdruckventile automatisch in die Umwelt entlassen werden. Will man auch nicht im Wohnzimmer haben. Und jeder Transport von Wasserstoff unterliegt den ADR (Gefahrgut) Richtlinien.


    M.E. eher kein Szenario für die nächsten Jahrzehnte. Und sobald es mal für den Privatmarkt als Massenprodukt erhältlich wäre, verwette ich meine Exfrau, dass der Besitz und Umgang damit verboten wird. Das kommt (u.a.) deswegen auch bei uns nie im großen Stil für private Kraftfahrzeuge. Man hat ja auch den Zugang zu Ammoniumnitrat, für den einfachen Bürger, unterbunden. Und das ist wirklich äußerst schwer zur Detonation zu bringen, und für sowas wie Rucksackbomben völlig ungeeignet. Bei Wasserstoff hingegen genügt schon die Freisetzung und eine mechanische Tür-/Telefonklingel.

  • verwette ich meine Exfrau, dass der Besitz und Umgang damit verboten wird.

    Aber nur die Ex-Frau? In Deutschland wird es ohnehin nicht genehmigt. Braucht man auch nicht bei 7.5 Joule :)
    Aber für die Staaten oder Länder ohne Joule-Obergrenze für Druckluft ist es interessant. Videos aus den USA zeigen die Tests mit Helium, sie holen eine schöne Leistungssteigerung heraus, 30 % Minimum. Eine Druckluftwaffe habe ich gesehen, die haben fast die doppelte Geschossenergie erreicht.

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  • Aber nur die Ex-Frau?

    Dachte mir: Bei deren kurzen Zündschnur passt die gut in eine Wasserstoffumgebung.


    Lege gerne auch noch ein paar Silberkugeln, Knoblauch, Weihwasser, ein Kruzifix, einen Holzbolzen samt Armbrust, und eine Abschrift des Malleus maleficarum mit bei.

  • Dachte mir: Bei deren kurzen Zündschnur passt die gut in eine Wasserstoffumgebung.

    Du bist doch Waffenliebhaber, also hätte so etwas Explosives doch gut gepasst :S

    Aber nochmals zum Wasserstoff. Im Grunde braucht man die Waffe nur aus Materialien (z. B. Aluminiumbronze ohne Eisen) fertigen oder beschichten (Keramik), die sicher keine Funken ziehen können. Also nichts aus Eisen, Stahl, Magnesium, Titan oder Zink, auch keine solche Munition. Wie stark sich die Luft bzw. der Wasserstoff durch den hohen Druck bei der Schussfreigabe erwärmt ist mir aber nicht bekannt (Zündtemperatur von Wasserstoff in Luft, 585° C).

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  • Für meine beruflichen Arbeiten verwende ich u.a. auch Stickstoff.

    Wäre Stickstoff eine Möglichkeit, um PCP Waffen zu befüllen..?

    Was meint Ihr dazu...?

    Vielleicht nochmal zurück zur Anfangsfrage in diesem Thread, zu Stickstoff.
    In diesem Video wird eine Stickstoffkartusche von Umarex vorgestellt, mit 3600 PSI, also 248 bar. Durch diesen hohen Druck erhält er, über rund 40 Schuss, eine konstant deutlich höhere Geschossgeschwindigkeit, als mit den herkömmlichen CO2-Kartuschen. Ein Vorteil, den er bei Sticksoff gegenüber CO2 nennt, ist dass der bekannte CoolDown-Effekt (die Abkühlung des flüssigen CO2, beim Entspannen zu gasförmigen CO2) wegfällt, der bei CO2-Kartuschen, besonders bei mehreren Schüssen kurz hintereinander, die Funktion der Waffe (Vereisung) beeinträchtigen kann.
    Bei normalen PCP-Waffen sehe ich aber für die Leistung bei Stickstoff keinen Vorteil, da eben die Schallgeschwindigkeit (bzgl. Dichte u. Elastizität; Druck; Temperatur) in Luft und NO2 nahezu gleich ist.
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  • Die größeren Atome lagern sich um die Dichtungen, und lassen dann die sehr viel kleineren Wasserstoffatome durch eben diese nicht mehr hindurch. Darum schießt auch niemand mit reinem Helium. Gleiches Prinzip.

    Danke für den Hinweis, sehr interessant.

    Wenn man nämlich mit einem sehr langen Lauf experimentiert, bei dem zunächst der reine Gasdruck das Projektil vorbeschleunigt, und erst etwas später die Zündung des Knallgases erfolgt...na ja, denkt selber über das Resultat nach...:-)

    Man hätte dann eine doppelte Beschleunigung des Geschosses. Der Lauf (bzw. auch nach hinten wirkende Druck) müsste aber diesen Druck, der sicher nicht klein ist, aushalten. Gibt es dazu schon Experimente?

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