Jörg Sprave als Waffensachverständiger - was darf man erwarten?

  • Klar war ich bei der Truppe, und das recht lange!
    Aber in einer realen Gefechtssituation hälst du mehrere Angreifer (wie zb. in Afgahnistan) mit RPGs nicht mit sanften, kurzen Salven in Ihrer Deckung.
    Um so eine Gefahr zu bekämpfen, musst du in irgendeiner Weise treffen, und wenn du die so lange auf die gleichen Bereiche ballerst, bis die Steinhütte in sich zusammenfällt.
    8)

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    Die Welt ist rund, ich komm auch rückwärts ans Ziel!

  • Ich glaube die Story mit den 150 Schuss und dann kaputt ist nur Gerede oder ein urbaner Mythos, damit kein Hansel sich am allzu heißem Rohr die Nase versenkt.
    Oder eben das Teil in Übungssituationen mal ausreitzt.
    In einer realen Gefechtssituation sind oder wären die 150 Schuss zum totlachen und in einem 10 sekunden Feuerstoß erreicht...
    Was will man denn da für Gefechte mit machen, alle 10 sekunden nen Rohrwechsel? ^^

    Schon mal das MG3 scharf geschossen? Ich ja! Nach 150 Schuß ist das Rohr so heiß, das man es nur kurz mit dem Asbesthandschuh überhaupt noch anfassen kann - zwecks Rohrwechsel. Dafür hat der MG-Schütze 2, bzw. der Ladeschütze im Panzer, 2 Ersatzrohre dabei. Der Rohrwechsel dauert bei einem geübten Schützen weniger als 5 Sekunden.


    Ich war in meiner eigenen Grundausbildung und im Uffz-.Lehrgang Teil 1 und 2 immer MG-Schütze 1 - ich liebe das Gerät!


    Zu deiner Aussage, das man mehr Schuß als die 150 ohne Rohrwechsel durchjagen kann: Kann man, aber das beschädigt das Rohr nachhaltig bis hin zur Zerstörung. Z.B. hat in meinen Leo 2 A4 einmal der Magnetschalter für die Abfeuerung des Blenden-MG ( MG3 ) geklemmt und als mein Richtschütze auf der Panzerschießbahn Mot-Schützen bekämpfen sollte ( Falling Plates ), ratterte der ganze 400-Schuß-Gurt in einem Feuerstoß durch, mit dem Ergebnis, das das Rohr hellrotglühend war und krumm wie eine Banane durchhing.


    Deshalb schiesst man mit dem MG3 normalerweise kurze Feuerstösse und möglichst keine langen. Abgesehen davon, das einem bei langen Feuerstössen dann sehr schnell die Munition ausgeht. Im Übrigen sind 150 Schuß in knapp über 7 Sekunden raus ( bei einem langen Feuerstoß ).

    Einmal editiert, zuletzt von Bierchen ()

  • Natürlich auch auf Lafette längere Feuerstösse.


    Geschichten aus dem Paulanergarten.


    Vor allem, Du triffst auch nichts mehr nach einem kurzen Feuerstoss. Deshalb ist ein langer Feuerstoss völlig unsinnig. (ausser Lafette)

    2 Mal editiert, zuletzt von Bluna () aus folgendem Grund: Ein Beitrag von Bluna mit diesem Beitrag zusammengefügt.

  • Mit der Kadenz der Waffen und der Konstruktion verändert sich auch die Haltbarkeit der Läufe.

    Die alte russische Zwillingsflak 23mm hatte ein V0 von etwa 970m/Sek und eine Schlussfolge von 1000 Schuss die Minute.

    Fassungsvermögen der Gurtkästen auf jeder Seite 1200 Schuss gegurtete Munition.

    Nach zwei durchgeknallten Kästen hätte theoretisch das Rohr gewechselt werden müssen . ..Dauer etwa 18 Sekunden . . .

    Die Schika Vierlings Flak mit SFL vom Prinzip die selben Waffen mit VO und Schussfolge . .

    Aber 10 000 bzw. 12000 Schuss pro Waffe ich glaube die unteren hatten mehr . .wegen dem Platz.

    Aber die Rohre waren flüssigkeitsgekühlt . . . dem zur Folge deutlich Standfester . . .da haben auch nur immer 2 Waffen zur selben Zeit gefeuert. Immer abwechselnd.

    Wenn die geschossen haben stand eine Stange in der Luft bis zur selbst Zerlegung der Geschosse nach 2500m.

    Da war die Treffsicherheit von nur einer Schilka bei über 80% . Wenn alle 4 zusammen geschlossen waren dann wohl 98%

    mit zentralem Feuerleitstand.

    Das Gegenbeispiel die 122 mm Haubitzen H38 der Russen wurden noch bis weit über 1978 benutzt und geschossen. Das Waren aber die alten Dinger mit denen die Russen schon den zweiten WK gewonnen hatten. Wir hatte eine von 1938 die hatte noch zugenietete Durchschläge Im Splitterschild.

    Später kam denn die H 38 auf SFL . . .wir hatten das Ding noch hinter dem Ural zu hängen . . . Da wurde nie ein Rohrgewechselt. Aber da wurde ja auch teilweise mit verringerter Ladung geschossen. Da alles einzeln ins Rohr geschoben werden musste war die Kadenz natürlich auch deutlich geringer ( theoretisch 8 Schuss / min ) . . .Nach jedem Schuss musste das Eisenschwein neu ausgerichtet werden . . Bei Vollkaliberschießen sind die Räder gut 40cm vom Boden abgehoben. Das haben denn die Bodenschilde hinten am Holm aufgefangen, damit das Ding nicht zu sehr rückwärts marschiert ist.

  • Das Waffenrecht ist Bestandteil eines größeren "Pakets" und in diesem Gesamtpaket wird das Verhältnis Staat<>Bürger definiert. Es bringt wenig es als Solitär zu betrachten und zu erwarten, dass sich dort grundlegende Änderungen erwarten ließen, weil es eben gerade nicht primär um eine vernunftorientierte, dem Kriminalitätsmix stetig angepasste Zuordnung von bürgerlichen Abwehrrechten geht, das spielt nur eine sekundäre Rolle. Es ist gebunden an das strenge staatliche Gewaltmonopol für welches zwar Ausnahmen in Form von Notrechten (Notwehr) eingeräumt werden, die für sich genommen aber kein hinreichendes Argument darstellen, eine dezidiert letale Ausrüstung für diesen Fall vorhalten zu dürfen. Die wenigen Ausnahmen, die der GG für den Erwerb letaler Waffen, zumindest Schusswaffen, vorsieht, werden ja auch nicht mit dem Notwehr-Argument begründet, sondern ausschließlich mit Jagt oder Sport und das wohl auch nur, weil weder den Schützenvereinen, noch den Jagtvereinigungen logistisch/finanziell zugemutet werden kann, die Waffen für ihre Mitglieder sicher und diebstahlfest zu verwahren (könnten die das logistisch stemmen, wäre Privatbesitz komplett verboten). Ich weiß das nicht, aber ich kann mir vorstellen, dass es zu einer Ablehnung des Jagt- oder Sportschützenantrags führen kann, wenn man auch "Heimverteidigung" angibt.


    Würde man nun z.B. Waffenbesitz für sittsame Bürger erlauben, wie in den USA, müsste man z.B. auch die Gesetze für Waffenmissbrauch verschärfen. Wie wir wissen, herrscht eine starke Diskrepanz zwischen dem wie der (Schuss)Waffeneinsatz mit oder ohne tödliche Folge gegen Menschen in den USA bestraft wird (idr zweistellig und nicht selten mit einer Zwei beginnend) und in Deutschland (idr einstellig, oft sogar trotz tödlicher Folge). Das liegt schlicht auch daran, dass eine Gesellschaft, die potentiell Sturmgewehre offen verkauft, auch ein deutlich höheres Bedürfnis danach verspürt, dass Kriminelle, die solche Waffen potentiell missbräuchlich einsetzen, auch möglichst lange daran gehindert sind. Das ist ein fundamentaler Widerspruch zu der von Resozialisierung geprägten "Wir machen aus jeder Rosine wieder eine Weintraube" Programmatik hierzulande, die auch dem dreiundzwanzigsten Raubtäter noch eine positive Sozialprognose ausstellt, wenn er als weiterhin therapiefähig eingestuft wird, weil er die letzten drei Raubopfer nicht mehr brutal niedergestochen, sondern nur noch bewusstlos geschlagen hat.


    Mit einer Erlaubnis sich zu bewaffnen, würde der Staat (aus seiner Sicht*) einen Kontrollverlust deklarieren, denn das Monopol dafür hat die Polizei und die Polizeibehörden sind in den Ländern so aufgestellt, dass eine Streife in 10-15min am Einsatzort sein soll. Das ist das, was der Staat dir dafür gibt, dass du auf Feuerwaffen verzichtest. Flächendeckend 10-15min bis dich dein "Schutzengel" erreicht (als Richtwert). Mehr Waffen würde weniger Polizeidienststellen bedeuten. Die "cops" sehen in den USA martialischer aus, aber es gibt dort idr weniger Polizisten pro Einwohner, viel weniger. Das ist in Deutschland kaum zu vermitteln, wenn überhaupt, geht es in die Richtung, dass mehr Polizisten eingestellt werden sollen.


    Paternalistisches Staatsprinzip

    1. Gewaltmonopol [aus G.G. Unantastbarkeit] **Diamanthärte
    2. Straftheorie [aus G.G. u.a. Recht auf Entfaltung] *Goldhärte
    3. Polizeigesetz [->Preußischer Beamtenapperat bekommt ein hässliches Kind aus 2. und muss damit leben]
    4. Waffenrecht [->Bürger bekommt ein noch hässlicheres Kind aus 1., 2. und 3. und muss damit leben]

    Es bringt daher nicht an der 4. zu sägen, wenn das ein kranker Ast ist, der an einem teilweise faul gewordenen Baum hängt.

  • "..und die Polizeibehörden sind in den Ländern so aufgestellt, dass eine Streife in 10-15min am Einsatzort sein soll. Das ist das, was der Staat dir dafür gibt, dass du auf Feuerwaffen verzichtest! ..."

    Deine Ausführungen erscheinen bis auf diesen einen Punkt sehr plausibel.

    Hier mal die Erfahrung in meinem Landkreis:

    im vergangenen Jahr wurde in meiner Nachbarschaft über Monate hinweg mehrmals die Polizei benötigt um Ordnung und Sicherheit wiederherzustellen.

    Nach 20 Uhr kann man bei uns die Polizei zwar anrufen, die häufigste Auskunft ist allerdings "Sorry, wir können Ihnen niemanden schicken, wir haben kein Personal."

    Einer hat es am Telefon mal ganz deutlich gesagt: "...solange kein Blut fliesst - wird auch keine Streife gesendet."


    Nun meine Frage: mein Landkreis ist also täglich nach 20 Uhr ein beinahe rechtsfreier Raum? Wie geht man mit sowas um?


    Wer solche Erfahrungen mehrmals gemacht hat, der setzt - aus meiner Sicht absolut zu Recht - große Hoffnung in die Produkte von GoGun.


    Wenn die meisten sich schon armseliger Kleider und Möbel schämen, wieviel mehr sollten wir uns da erst armseliger Ideen und Weltanschauungen schämen!

  • im vergangenen Jahr wurde in meiner Nachbarschaft über Monate hinweg mehrmals die Polizei benötigt um Ordnung und Sicherheit wiederherzustellen.

    Nach 20 Uhr kann man bei uns die Polizei zwar anrufen, die häufigste Auskunft ist allerdings "Sorry, wir können Ihnen niemanden schicken, wir haben kein Personal."

    Einer hat es am Telefon mal ganz deutlich gesagt: "...solange kein Blut fliesst - wird auch keine Streife gesendet."

    Das mit den 10-15min ist ja auch kein Gesetz (natürlich nicht, sonst hätten die Bürger ja einen Anspruch darauf, den sie bei ihrer Gemeinde einklagen könnten), sondern nur ein Richtwert nach diesem die Dienststellen regional verteilt werden (sollten wenn es ein Budget dafür gäbe).

    Nun meine Frage: mein Landkreis ist also täglich nach 20 Uhr ein beinahe rechtsfreier Raum? Wie geht man mit sowas um?

    Abwarten bis deine Gegend eine offiziell anerkannte "kriminalitätsbelastete Örtlichkeit" geworden ist und dann Waffenschein beantragen und mit Bruch des Staatsvertrages durch mangelnde Verfügbarkeit von Schutzkräften und Individualgefährdung durch Schutzgeldkräfte begründen.

  • Ich glaube die Story mit den 150 Schuss und dann kaputt ist nur Gerede oder ein urbaner Mythos

    Der Mythos ist durch die ZDV 3/14, Nr. 246 entstanden. Und da hat er es wohl durch die Erfahrungen mit dem MG42 reingeschafft.

    Es bringt daher nicht an der 4. zu sägen, wenn das ein kranker Ast ist, der an einem teilweise faul gewordenen Baum hängt.

    Wieso funktioniert es dann bei allen Ländern um uns herum? Wir sind nicht die USA, und haben nicht die diesbezügliche Sozialisation der Amerikaner.


    Im Übrigen, zu Deiner 4-Stufen Theorie:


    - Wenn ein Haus brennt, mag die Ursache in der Verwendung brennbarer Baumaterialen, brennbarer Inneneinrichtung, zu schwachen Leitungen u.s.w. liegen. Am Ende "richten" tut's aber doch der Feuerlöscher. Wer käme auf die Idee Feuerlöscher zu verbannen, weil die Ursache ja viel tiefer liegt.


    Und die Feuerwehr ist hier auf dem Land normalerweise in 5 Minuten vor Ort, die Polizei erscheint erst wenn es um Ursachenforschung, zählen der Opfer - und dem Durchsetzen von Halteverboten geht.


    Im Übrigen: Wir hatten hier vor ca. 2 Jahrzehnten einen Vorfall, in dem eine Anwohnerin zwei Explosionen wahrgenommen und die Polizei verständigt hat (sie hielt es für eine Schießerei). Die haben sich erst einmal in 500m Entfernung gesammelt, um dann in hoher Mannstärke, incl. SEK, das inzwischen ausgebrannte Auto zu stürmen (Die Esplosionsgeräusche kamen von den brennenden Reifen). Eigenschutz ging vor. Das Sammeln dauert zwischen 30 - 45 Minuten, je nachdem ab wann man zu zählen beginnt.


    Und zur Einbeziehung des "Gewaltmonopols": Dies hat in sämtlichen hier je diskutierten Fällen nichts zu suchen. Niemand fordert das Verfolgung und Bestrafung der Täter von Privatleuten, mit privaten Waffen ermöglicht werden soll. Es geht nur darum das individuelle Recht auf körperliche Unversehrtheit/Eigentum durchzusetzen, wenn kein anderer dafür zur Stelle ist. Sobald diese akute Notlage vorbei ist, kann die Polizei wieder dort weitermachen, wo sie im Vorfeld, bei der Verhinderung der Tat, aufgehört hat.


    Recht gebe ich DIr aber damit, dass der Gesetzgeber es als Kontrollverlust betrachten würde.

  • weil es eben gerade nicht primär um eine vernunftorientierte, dem Kriminalitätsmix stetig angepasste Zuordnung von bürgerlichen Abwehrrechten geht, das spielt nur eine sekundäre Rolle.

    Staatstheorien gibt es mehrere. Richtig wäre es aber, wenn sich Theorien auch an neuen Realitäten orientieren und nicht an längst überholten und fehlerhaften Denkmustern oder Lehrbüchern.
    Wenn der Staat nicht dafür Sorge tragen kann, dass 1. die Gewaltkriminalität nicht deutlich zunimmt und 2. er den schwarzen Waffenmarkt nicht effektiv begrenzen kann, dann führt eine Zunahme von Gewaltkriminalität - selbst wenn sie nur als solche empfunden würde - zu einer Zunahme der Nachfrage am nicht begrenzbaren Schwarzmarkt von Schusswaffen. Und damit ist dann auch wieder das Gewaltmonopol berührt, da - und Jörg Sprave spricht auch das Problem der 3d-Waffen an - eben die hauptsächliche Zunahme von Schusswaffen über den Schwarzmarkt erfolgt und nicht über legale Schusswaffen, wegen eines ohnehin sehr restriktiven Waffenrechts.

    Bürgerliche Abwehrrechte sind in einer als deutlich gefährlicher werdenden Gesellschaft zwar durch den Staat gesetzlich geregelt, aber das subjektive Rechtsempfinden der Bürger oder Einwohner eines Landes richten sich stark nach der empfundenen Bedrohung und nicht nach Gesetzestexten. Gesetzliche "Abwehrrechte" können zunehmend ineffektiv werden, wenn die Einwohner diese immer weniger akzeptieren. Und daran scheitert die Theorie der getrennten Betrachtung von bürgerlichen Abwehrrechten, Gewaltkriminalität und Gewaltmonopol. Wer Abwehrrechte als "sekundär" betrachtet, versteht den Zusammenhang von einer steigenden Kriminalität, eines immer weniger überschaubaren Schwarzmarktes von Schusswaffen und des dadurch gefährdeten Gewaltmonopols nicht wirklich, die Theorie ist fehlerhaft.

    Die Begrenzung von bürgerlichen Abwehrrechten wird nur dann von der Bevölkerung real akzeptieret bzw. befolgt, wenn die Gewaltkriminalität nicht als hohe Bedrohung wahrgenommen wird. Daher ist die Begrenzung der gesellschaftlichen Gewaltkriminalität der tatsächliche Schlüssel zur Erhaltung des Gewaltmonopols des Staates. Wie auch in anderen Ländern zu sehen ist, stößt die Polizei gerade bei organisierter Banden- und Clankriminalität schnell an die Grenzen ihrer Möglichkeiten.

    Die beschriebene Staatstheorie ist ein Auslaufmodell, weil sie in der heutigen und zukünftigen Praxis immer weniger das Gewaltmonopol des Staates sicherstellen kann. Wer die Sicherheit seiner Bürger nicht mehr ausreichend sicherstellen kann, verliert früher oder später sein Monopol aufgrund von Unfähigkeit.

  • 60 Schuss... Stresstest... bei aller Liebe Jörg aber das ist doch gerade mal müdes Einschießen. Lass das Ding mal 2000 Schuss hintereinander machen und schau dann, wie das Plastik darauf reagiert. Denn die Angst vor gedruckten Waffen rührt ja zum Teil auch daher, dass diese genauso haltbar sein könnten oder zumindest annähernd wie Stahlwaffen und da sind 60 Schuss einfach ein Witz.


    Die erwähnten Forderungen kann man allerdings nur unterschreiben.

    60 Schuss in einen Weihnachtsmarkt dürften ausreichen um ein entsprechendes Chaos anzurichten. Wer braucht da 2000 Schuss.......

  • Für welche Straftaten braucht man mehr als 60 Schuss? Ich will ja niemandem die Urutau verkaufen. Ich will beweisen, dass eine Urutau für einen Kriminellen eine attraktive Wahl ist. Vollkommen ausreichend und nicht nachvollziehbar.

    Ja, Schiessereien wie bei HEAT sind selten.


    Wobei ich schon erstaunt bin, dass ihr das mit den Magazinen bei Urutau & Co so gut hinbekommen habt. Schon ein gut funktionierendes Magazin für 9x19 ist ein Problem, aber für .22 LR ist das wirklich PITA.


    Praktisch alle MP-Bastelanleitungen, die bekannter geworden sind (das ist z.B. die Luty, dieses Dings aus der Schweiz und die Anleitung aus dem Paladin Press Verlag aus den 90igern) verwenden bevorzugt Fremdmagazine wie die lange sehr leicht erhältlichen UZI Magazine, später die Glock 30iger Stangen.


    Schade, dass man da kein gescheites Jagdgewehr oder eben überhaupt eine Waffe in einem Gewehrkaliber bauen kann.


    So ist das. Beim MG5 geht es sogar noch ein bisschen schneller. Und die Optik darauf bringt echt etwas.


    Falls mir jemand nicht glaubt, ich habe mein Schiessbuch noch und kann eine Kopie hochladen.


    Trotzdem ist MG3 auf Lafette das Geilste vom Geilen ....


    Nur weil ich paranoid bin heisst das noch lange nicht, dass ich nicht auch verfolgt werde.

    Einmal editiert, zuletzt von EkelAlfred () aus folgendem Grund: Ein Beitrag von EkelAlfred mit diesem Beitrag zusammengefügt.

  • der empfundenen Bedrohung

    Subjektives Empfinden, empfundene Bedrohung sind dabei zwei sehr essenzielle Punkte, die immer wieder vergessen werden. Man muss bedenken, dass etliche Vorfälle durch Medien (besonders soziale) immens aufgebauscht und sensationalisiert werden. Vorfälle werden nicht im korrekten Kontext dargestellt, sondern Tatsachen verzerrt und Gefahren als schlimmer dargestellt als sie real, bzw. statistisch nachweisbar betrachtet, nunmal sind.


    Bestes Beispiel: Bild, Nius, Welt, JF und so ziemlich alle anderen den Rechten zugewandten Medien haben letztes Jahr oder vorletztes von einem "starken Anstieg" von Verbrechen geschrieben, wie Verbrechen explodieren und immer mehr zunehmen und alles immer schlimmer wird. Recherchiert man diese Informationen jedoch und vergleicht diese mit entsprechenden Statistiken als Maßstab, wird man feststellen, dass es keinen "Anstieg" gegeben hat, sondern es sich lediglich auf das Niveau von 2019 wieder eingependelt hat, nachdem es während der Pandemie einen starken Abfall gab.

  • Ich befüchte die Reaktion auf das Buch wird höchstens das Ende des freien Verkaufs von Schreckschusspatronen sein.

    Wäre die logische Schlussfolgerung aus den Möglichkeiten des 3D-Drucks, dann muss man nur noch die paar Shops überwachen, die Zeug zum Wiederladen verkaufen.

    Dann hat man wieder die Situation wie davor, was ja anscheinend der Regierung gereicht hat.

  • ...und von Rohren, Nägeln, Blei, Streichhölzern, Benzin und Heizöl !

    Nicht nötig, das ist ja viel mehr Aufwand zur fertigen Munition

    Vielleicht noch die Vorderlader WBK-pflichtig machen , dann kann man die Käufer in Wiederladerläden mit WBK-Besitzern abgleichen.

    • Offizieller Beitrag

    In meinem Buch widme ich mich intensiv der Beleuchtung ALLER gesetzlichen Regulierungsmöglichkeiten und analysiere ihre Wirkungslosigkeit, gemeinsam mit meinem Co-Autor, dem Rechtsanwalt und Waffenrechtsexperten Michael Winkler. Auch eine Regulierung von Schreckschussmunition und Wiederladezubehör würde den Trend nicht aufhalten.

    • Offizieller Beitrag

    Ich habe die Hoffnung, es mit dem provokanten Buch in die Talkshows zu schaffen. Wenn mir das gelingt - dann besteht Hoffnung. In einer Diskussion mit mir und/oder Michael Winkler würde jeder Politiker, der weiter auf nutzlose Verbote setzen will, wie ein inkompetenter Idi*t aussehen. Dann und nur dann können wir vielleicht ein Umdenken erreichen.

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