Dämpfung für den Hammer

  • Mir ist aufgefallen, dass es in der Explosionszeichnung zur Zeus zwei kleine, zylindrische Teile gibt, die vor dem Hammer dargestellt sind. In meiner Zeus war so etwas nicht vorhanden, es gibt aber zwei Bohrungen an der Fläche, auf die der Hammer aufschlägt.


    zeus-daempfer-fehlen.jpg


    Da schon zu lesen war, dass es einen relativ lauten Knall gibt, wenn der Hammer aufschlägt, vermute ich, dass hier eigentlich dämpfende Elemente eingesetzt werden können. Die Bohrungen sind 5,0 mm tief und haben etwa 9,2 mm Durchmesser. Der Ventilschaft, auf den der Hammer aufschlägt, steht etwa 3,7 mm heraus. Ich habe jetzt aus TPU zwei kleine Aufschlags-Dämpfer gedruckt, die 6 mm hoch sind und diese in die Aussparungen eingesetzt:


    zeus-daempfer.jpg zeus-daempfer-eingebaut.jpg


    Mit einem Außendurchmesser von 9,35 mm lassen sich diese Teile gut in die Bohrungen drücken. Kein Infill, komplett ausgefüllt gedruckt. Ob das beim Druck auch 9,35 geworden sind, habe ich jetzt nicht nachgemessen.


    Der laute Schlag beim Schluss ist damit behoben. Die STL habe ich hier als .zip angehängt, auch wenn das jetzt keine große Kunst ist, das im CAD zu zeichnen ;)

  • interessant, bei der Max habe ich ebefalls einen hammer mit dämpfung konstruiert .

    Wodurch die leistung der schalldämpfer enorm verbessert wird wenn man das so sagen kann.

    Aber es gab folgende probleme nach einigen schuss konnte man sie im hollandmodus nicht mehr verwenden da durch verformung die ventilzeiten nicht mehr passten.

    Fazit: projekt eingestampft.

  • Ich besorge mir gerade erst verschiedene Materialien, vom schnöden Fahrradschlauch bis hin zu Moosgummi in verschiedenen Dichten, Neopren und solche Sachen.

    Vom Mehrschichtsystem und den Überlegungen die dich dahin geführt haben, bin ich noch weit entfernt.

    Allerdings sollte der Aufbau recht flach sein, der Kompensation des Ventilwegses wegen.

    Spich, was an Aufbau dazu kommt, muss an anderer Stelle entfernt werden.


    Bei meinem ersten Versuchsobjekt für diese Sachen (Challenger) ist das noch recht einfach, da muss dann nur das entsprechende Maß vom Ventilgehäuse entfernt werden.

    Bei der Max stell ich mir das etwas schwieriger vor, könnte bis hin zur neu Konstruktion des Hammers führen.

    Alternativ zu diesen Methoden könnte auch ein längerer Ventilschaft (Nadel) Abhilfe schaffen, muss dann aber ein Material sein das den Belastung standhält.

    Könnte auch sehr aufwendig sein.🤔

  • Nicht der Hammerschlag auf das Ventil wird hier gedämpft sondern der Schlag vom Hammer auf das Gehäuse. Der Hammer schlägt nach wie vor auf das Ventil Metall auf Metall. Gut möglich, dass das etwas Leistung kostet, ich hab die Zeus noch nie mit dem Chrony gemessen. Es sieht aber alles so aus, als wäre das so vorgesehen gewesen.


    Die Ventilnadel steht 3,7 mm in das Gehäuse hinein, die Dämpfung etwa 1 mm, wobei das bei der Energie des Hammers kein Problem sein dürfte, das TPU um diesen einen Milimeter noch zusammen zu drücken.


    Bei der FX Impact gibt es verschiedene Varianten, hier läuft der Hammer, der eine durchgehende Bohrung hat, auf einer langen Stange und "zieht" diese beim Aufprall aus dem Ventilblock heraus. Wie ein Gleithammer für Lagerinnenabzieher.

    Die 7,5-J-Gogun-Version hat einen leichten Hammer, der ungedämpft aufschlägt.

    Die Sub12-Version für England hat einen O-Ring vor dem Amboss, auf den der Hammer aufschlägt.

    Die "offene" Version hat ein zusätzliches Hammergewicht und vorne im Hammer einen Kunststoff-Einsatz, sodass dieser Kunststoffeinsatz aufschlägt.


    Den O-Ring habe ich in der 7,5-J-Version mal eingesetzt, dabei geht die Geschossgeschwindigkeit von 141 m/s (5,4 J) runter auf 104 m/s (3,0 J).

  • Nicht der Hammerschlag auf das Ventil wird hier gedämpft sondern der Schlag vom Hammer auf das Gehäuse. Der Hammer schlägt nach wie vor auf das Ventil Metall auf Metall. Gut möglich, dass das etwas Leistung kostet, ich hab die Zeus noch nie mit dem Chrony gemessen. Es sieht aber alles so aus, als wäre das so vorgesehen gewesen.


    Die Ventilnadel steht 3,7 mm in das Gehäuse hinein, die Dämpfung etwa 1 mm, wobei das bei der Energie des Hammers kein Problem sein dürfte, das TPU um diesen einen Milimeter noch zusammen zu drücken.

    Darum geht es ja letztlich, wenn du ein Material nimmst das sich plastisch verformt, pö a pö immer weniger wird bis hin zur Auflösung, hast du zum einen eine Variable bei der die Anpassung des Ventilwegs schwierig ist (Leistungsveränderung) zum anderen werden sich die Dämpfungeigenschaften verändern, bei Auflösung bis hin zu Null.

    Mal davon abgesehen das sich das Material dort verteilen kann, wo du es nicht haben möchtest.

    Bei der FX Impact gibt es verschiedene Varianten, hier läuft der Hammer, der eine durchgehende Bohrung hat, auf einer langen Stange und "zieht" diese beim Aufprall aus dem Ventilblock heraus. Wie ein Gleithammer für Lagerinnenabzieher.

    Die 7,5-J-Gogun-Version hat einen leichten Hammer, der ungedämpft aufschlägt.

    Die Sub12-Version für England hat einen O-Ring vor dem Amboss, auf den der Hammer aufschlägt.

    Die "offene" Version hat ein zusätzliches Hammergewicht und vorne im Hammer einen Kunststoff-Einsatz, sodass dieser Kunststoffeinsatz aufschlägt.


    Den O-Ring habe ich in der 7,5-J-Version mal eingesetzt, dabei geht die Geschossgeschwindigkeit von 141 m/s (5,4 J) runter auf 104 m/s (3,0 J).

    Ich kenne weder die FX noch die Zeus von innen.

    Deine Werte zeigen aber, egal ob das Ventil gezogen oder gestoßen wird, die Dämpfung verkürzt den Weg.

    Der von dir erwähnte Kunststoffeinsatz, versuch mal herauszufinden welches Material das ist, das könnte eine Lösung sein.

    Jedenfalls wird er bei den Belastungen stabil bleiben, sonst würde FX ihn nicht verwenden.

    Ob er von der Geräuschdezimierung her so gut wie ein Elastomer ist, wird sich nur durch Tests herausfinden lassen.

  • So sieht es jetzt aus, habe das nochmal in die Zeichnung eingefügt. Die Position stimmt nicht ganz, schematisch ist es ok und die Verhältnisse der Größen passen etwa. Das türkise Teil in der Bildmitte ist der Aufschlagsdämpfer, den ich jetzt eingesetzt habe.


    daempfer-neu.jpg

    Deine Werte zeigen aber, egal ob das Ventil gezogen oder gestoßen wird, die Dämpfung verkürzt den Weg.

    Ich denke, dass das so nur geringen Einfluss auf die Ventilöffnung hat, der Kolben wird nur beim Aufprall auf das Gehäuse gedämpft und ich schätze, dass das Ventil dann genug beschleunigt wurde. Es muss ja auch Energie "übrig" gewesen sein, die nie in das Ventil ging, sonst wäre der laute Schlag, der jetzt weggedämpft wird, nie zu hören gewesen.


    Der von dir erwähnte Kunststoffeinsatz, versuch mal herauszufinden welches Material das ist, das könnte eine Lösung sein.

    Jedenfalls wird er bei den Belastungen stabil bleiben, sonst würde FX ihn nicht verwenden.

    Ob er von der Geräuschdezimierung her so gut wie ein Elastomer ist, wird sich nur durch Tests herausfinden lassen.

    Das hier sind die beiden Hammer in der FX Impact, oben die 7,5-J-Variante, unten die offene Variante mit dem großen Power Plenum.


    impact-hammers.jpg


    Man sieht links, dass es für die offene Variante ein zusätzliches Hammergewicht gibt. Der Kunststoffeinsatz ist hier vorne im Hammer, er dämpft den Aufschlag auf der Ventilstange, nicht auf dem Gehäuse, das gibt es hier konstruktiv ohnehin nicht. Das Material sieht aus und fühlt sich an wie POM.


    Wenn der 7,5-J-Hammer ohne Dämpfung auf dem Metall aufschlägt, hört man das. Als ich einen Kunststoff-O-Ring vor die Stirnfläche des Hammers gelegt hatte, war das natürlich deutlich leiser, sicher auch wegen der geringeren Leistung. Den Original-Hammer habe ich nicht getestet, aus rechtlichen Gründen, ich hab die Teile nur zur Vollständigkeit. Bei FX ist das ein anderes Konzept als bei den AEAs, die sind wirklich vollständig für 7,5-J umgerüstet, nicht nur durch wenige Teile.


    Ich weiß nicht, ob man es bei der Zeus schafft, ein Kunststoff-Teil zu finden, das den Aufschlag auf der Nadel dämpft, weil hier doch sehr hohe Energie über sehr wenig Querschnitt übertragen wird - es heißt ja nicht ohne Grund "Nadel". Für die 7,5-Joule könnte ich mir aber schon vorstellen, dass man z.B. mit einem Aluminium-Hammer und einer schwächeren, kleineren Feder die Lautstärke der Mechanik noch deutlich reduzieren könnte und dann an anderer Stelle das wieder ausgleicht. Die Kunststoff-Einsätze hier aus TPU bringen jedenfalls schon eine deutliche Reduzierung der Lautstärke, ohne dass man am System etwas kritisches ändert ;)

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